Schwangerschaft -Wie gestalte ich die letzten Wochen vor der Geburt meines ersten Kindes ?

Schwangerschaft -Wie gestalte ich die letzten Wochen vor der Geburt meines ersten Kindes ?

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Kennt ihr die Gedanken :

ich bin ja nicht krank, also kann ich auch nicht früher aufhören zu arbeiten;
Angst um die Arbeitsstelle, wenn ich zu früh aufhöre mit arbeiten ;
 das Wetteifern unter den Arbeitskolleginnen und Freunden, wer bis in welche SSW gearbeitet hat und arbeitet;
so macht man es und da komm ich nicht drum herum;
und noch viele solche Arten von Gedanken begegnen einem, wenn man in die letzte Phase der Schwangerschaft kommt.

 

Wir möchten euch ermutigen – kehrt diesen Gedanken den Rücken, seid mutig und findet EUREN individuellen Weg schon hier und jetzt , es wird sich lohnen !

Als Deutsche wusste ich um den Mutterschaftsurlaub in Deutschland – 6 Wochen vor bis sechs Wochen nach der Geburt. Das macht es den Frauen in Deutschland leichter, in dieser letzten Zeit vor der Geburt sich ohne schlechtes Gewissen Zeit zum Tanken zu nehmen. In der Schweiz gibt es diese Zeit vor der Geburt nicht, ohne das man sich krankschreiben lässt.
Ich bereue keinen Tag, an dem ich mich dafür einsetzte, um den letzten Monat vor der Geburt zuhause sein zu können.

In diesen Wochen vor der Geburt ist es etwas vom Wertvollsten und Wichtigsten – neben dem „Nest bauen“ und alles für das Kind bereit machen – als Frau Zeit für sich selbst zu nehmen.

Zeit zum Tanken in all den Bereichen, die einem gut tun.

Nimm dir Zeit

nimm dir zeitNimm dir Zeit, um dir gutes zu tun, verwöhne dich selbst, lass dich verwöhnen und geniesse es, alleine für dich noch tun und lassen zu können, was du möchtest! Geniesse die Zeit auch mit deinen Freundinnen, tanke Zeit mit anderen Frauen und tut gemeinsam, was euch gut tut. Koste diese Zeit aus und fülle deinen Tank auf, der dir helfen wird, über längere Zeit hinweg davon zehren zu können.

Es fällt einem oft nicht leicht zu sagen, ich lasse nun das eine oder andere liegen und gönne mir diese „Tank-füllende-Zeit“.
Ich weiss noch zu gut, wie schnell man denkt, man muss noch dies und das erledigen bevor das Kind kommt – später komme ich nicht mehr dazu.
Jedoch kann ich aus persönlichem Erleben weitergeben wie wertvoll ein voller Tank ist und wie gut es tut, nicht Vollgas zu leben bis kurz vor der Geburt und dann ausgepowert zu sein.

Unser Körper braucht für dieses einzigartige Erlebnis der Geburt Kraft – eine Kraft und Power, die wir uns im Vorfeld nicht vorstellen können. Wir brauchen nach der Geburt so viel Energie und Kraft für das neue Leben als Familie, dass es sich lohnt, vorher schon früh genug die Bremse zu ziehen und zu sagen: Jetzt geht es um mich, jetzt tanke ich auf, jetzt tu ich mir was Gutes und stärke mich und meinen Körper für die Geburt und den Start als „sichtbare Familie“.

Folgende Tipps unserer Kursleiterin versuchte ich in den Wochen vor der Geburt umzusetzen…..

  nehmt euch regelmässig Zeit, um euch mit guten Freundinnen, die euch  gut tun,zu treffen;Frauen-Zeit, Gespräche unter Frauen,gemeinsam Wellenessen, Spazierengehen, gemütliche Teestunden ….. Diese Frauen-/Freundinnen- Zeiten füllen den Tank, der einem als frisch gebackene Mama hilft, Wochen und Monate zuhause ohne Krise verbringen zu können;um sich ganz auf das Neugeborene und die neue Situation einzulassen. So kann man seinem Kind aus tiefem Herzen mit viel Liebe  das geben,was es braucht und hat dabei nicht das Gefühl,zu kurz zu kommen oder sich leer zu fühlen. Deshalb lohnt es sich, diesen inneren Tank vor der Geburt zu füllen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen,wie wertvoll es war, meinen Tank gefüllt zu haben.

Ich setzte mich regelmässig auf das Sofa und genoss es Bücher zu lesen. „Sachbücher“ zum Thema Geburt,Babys usw., jedoch auch immer wieder einfach leichte Romane wo ich so richtig entspannen und runter fahren konnte.Mein Körper musste sich nicht anstrengen.Es war eine wertvolle Zeit,ich genoss die Ruhe,und das Lesen. Ich machte das was mir gut tat und mich interessierte. Dabei lernte ich auch Sachen liegen zu lassen um mir diese Auszeiten zu nehmen. Das war in dieser Art seither nie mehr so möglich gewesen, was mich nicht stresst jedoch aufzeigt, wie wichtig und wertvoll es ist, sich diese Tank- Zeit vor der Geburt zu nehmen.

Ich legte mich hin, wann immer ich das Bedürfnis hatte zu schlafen.  „Schlaft vor und tankt Kraft im Schlaf “ war der Rat unserer Kursleiterin.

Nehmt euch Zeit als Paar, geniesst die Stunden,in denen ihr ohne Rücksicht auf ein Neugeborenes noch „tun und lassen könnt“ was ihr möchtet. Hört einander zu wie es euch mit der bevorstehenden Veränderung geht, schenkt einander Verständins, geht zusammen Essen, spazieren, tut was ihr gerne zu zweit macht und wo ihr wisst, dass dies vorerst nicht mehr so einfach umzusetzen ist. Füllt euren Tank der Zweisamkeit,der euch hilft,“Durststrecken“ zu überbrücken, in denen das Neugeborene die Zeit ausfüllt und ungestörte Zweisamkeit eher sparsam ist. Es kommen wieder andere Zeiten 🙂

Geht zum Frisör , Kosmetikerin, Fusspflege, Massage – tut einfach was euch gut tut und stärkt.

Nehmt euch aber auch Zeit für den Beziehungsaufbau mit eurem Kind. Sucht euch einen Platz in eurer Wohnung oder im Freien an dem ihr euch geborgen, sicher und wohl fühlt. Dort verweilt immer wieder so oft es euch danach ist und nehmt bewusst Kontakt  auf mit eurem Kind, redet mit ihm, erzählt ihm etwas und spürt, was es euch zu sagen hat. (Dieser Kontakt sollte natürlich immer möglich sein, egal wo und wann) Doch solche bewussten Zeiten an speziell ausgesuchtem Ort stärken die Bindung, die Kraft und das Miteinander auch im Hinblick auf die gemeinsame Geburt!

  Was diese Zeit auch bereichert ist Musik hören, Musik machen und singen.Das Singen und mich zur Musik bewegen, tat mir und uns sehr gut und war eine wertvolle Erfahrung, auch wie unser Kind im Bauch und noch heute darauf reagiert.

Nehmt das was euch anspricht mit in die Zeit vor der Geburt. Erzählt mir und uns, was euch gut tat, wie ihr eure Zeit gestaltet habt und was ihr neues entdeckt habt, was andere, die hier vorbeischauen interessieren könnte. Teilt uns euren Weg doch in den Kommentaren oder per Mail mit.

Ich wünsche dir und euch eine total wertvolle Zeit bis zur Geburt eures ersten Kinde. Habt Mut euren Weg zu finden und zu gehen! Euer Weg ist der beste für euch !

Alles, alles Liebe bauch-herz-haende

viel Kraft und Mut 

und eine wertvolle „Tank-füll-Zeit „

wünscht euch von Herzen 

Eure Doro 

Wenn du jedoch froh wärst um ein persönliches Gespräch, weil du gerade in dem Prozess steckst : „Wie kann ich mir diese Zeit nehmen ? Was kann ich tun, um nicht mehr arbeiten gehen zu müssen? Oder Was kann ich machen, dass ich meinen Weg finde und den Mut habe ihn zu gehen? Auch wenn rings rum anders gedacht und gelebt wird…. Dann nehme mit mir Kontakt auf, ich helfe dir gerne weiter.  Melde dich für ein 30 min kostenloses Kennenlerngespräch bei mir. Wenn du merkst dieser Austausch ist hilfreich für dich, können wir einen weitern Termin abmachen. http://www.readyforfamily.net/kontakt/

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4 Comments

  1. Denise Tobler

    Liebe Doro,

    du sprichst ein sehr wichtiges Thema an. Vielen Dank dafür. Ich kann mich auch gut mit Christians Kommentar identifizieren. Mein Wunsch für die Gesellschaft ist auch, dass die Väter sich diese Zeit nehmen können. Denn sie sind so wichtig für die Familie und können in der Zeit vor und vor allem nach der Geburt so ein wertvollen Beitrag zum Wohlbefinden der ganzen Familie leisten. Die Familie als Ganzes so dass man gemeinsam wachsen und lernen kann. Alles Liebe Denise

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  2. nicole

    Liebe Doro
    Du schreibst hier über etwas ganz wichtiges. Die letzten Wochen und Tage vor der Geburt eines Kindes. Egal ob es das erste, zweite oder siebte Kind ist. Es ist sooo wichtig zur Ruhe zu kommen. Zu geniessen und zu sein. Jede Geburt bringt viele Veränderungen mit sich. Sich darauf einzustimmen und ruhig zu werden, hilft jeder Frau sich auf die Geburt und die Tage danach vorzubereiten. Und ja, auch bewusst nochmals Zeit mit einer Freundin zu verbringen oder Zeit nur mit dem Partner oder den anderen Kindern tut unendlich gut. Liebe Grüsse, Nicole

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  3. Christian Hahn

    Ein wunderbarer Artikel, Doro! Auch nach der Geburt wäre es gut, wenn Mütter und Väter viel Zeit mit dem Baby verbringen könnten. Mit der Hausgeburt unserer Jüngsten ging es uns so: Wir hatten viel viel Zeit miteinander. Ich war als Vater zu Hause, die Kinder gingen nicht zur Schule – es war einfach wunderbar und entspannt….. Da sich die Verhältnisse um Familie und Kindheit in den letzten 50 Jahren so krass verändert haben ist es um so dringender, dass sich Familien diese Zeit nehmen können. Wege dazu gibt es…. Liebe Grüße, Christian mit der http://www.freilernfamily.de

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  4. Jenniffer (Berufung Mami)

    Liebe Doro, Du hast total Recht damit, dass man sich unbedingt die Zeit und die Ruhe nehmen sollte, bevor das Kind da ist. Ich war die gesamte Schwangerschaft zu Hause und ich habe mir oft gewünscht, dass unser Sohn bitte doch bald da sein möge, weil ich es a) nicht abwarten konnte und b) mir die Decke teilweise auf den Kopf fiel vor Langeweile. 9 Monate können schon echt lang sein. Nun, Emil tat mir den Gefallen. Er kam 6 Wochen zu früh. Wir hatten noch nichts vorbereitet, ich wollte gerade mit dem Nestbau beginnen. Mein offizieller Mutterschutz begann am 2.12. und Emil wurde am 4.12. geboren. Seither ist nichts mehr, wie es vorher war. Gerade neulich habe ich drüber nachgedacht, wann ich das letzte Mal einfach nur mit einem guten Buch in der Hand auf der Couch saß. Keine Ahnung, es muss Lichtjahre her sein. Nicht, dass ich die Zeit mit unserem Sohn eintauschen würde. Berufung Mami eben… 😉 Dennoch kann ich Deinen Text nur unterschreiben: Liebe Mamis, genießt die letzten Wochen und tut Dinge, für die ihr u.U. lange keine Zeit mehr haben werdet. Wenn das Kleine erst mal da ist, beginnt eine neue Zeitrechnung. Die eures Kindes nämlich. 😉 Aber es ist das schönste Gefühl, das ihr je erlebt habt. Versprochen! Doro und ich wissen, wovon wir schreiben.

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